GETRUNKEN HAB' ICH VIEL ZU VIEL
(TRY 1996, HAHN)


Ich wache auf - es ist schon hell,
alles dreht sich um mich,
das Licht ist zu grell!
Ich kann mich nicht finden - wie auch immer,
mit jeder Bewegung wird’s noch schlimmer!

Ich stehe auf - ich glaub’, ich hab’ Gicht,
die Frau neben mir,
ich kenne sie nicht!
Ich glaub’, sie war gut - nur was ist hier los?
Ich kann nicht schlafen - mein Kopf ist zu groß!

Wo? Wo? Wo? Nur wo bin ich hier?
Mein Kopf dröhnt grässlich -
nur wo bin ich hier?

Ich schlepp mich ins Bad - mein Gott, geht das schwer,
ich glaub, ich muss kotzen,
nur mein Magen ist leer!
Jetzt steht sie auf und kommt ins Bad -
ich muss hier weg - doch nun ist es zu spät!

Wo? Wo? Wo? Nur wo bin ich hier?
Sie lächelt mich an -
nur wo bin ich hier?

“Was ist mit dir los?” - ich schaue sie an,
wie komm’ ich hier her,
ich hab’ auch nichts an!
Nun steht sie vor mir - was war gestern Abend?
Wolltest du? Wollte ich? Haben wir miteinander geschlafen?

Wo? Wo? Wo? Nur wo bin ich hier?
Sie grinst und sagt: “Nein!”
Nur wo bin ich hier?

“Jetzt hab dich nicht so, komm’ wieder ins Bett!”
Hätte ich nicht so’n Kopf,
doch die Kleine ist nett!
Sie nimmt meinen Kopf, drückt ihn an ihre Brust,
ich hör ihr Herz schlagen - ich hab’s doch gewusst!

Nun weiß ich es wieder, ich kenne die Frau,
sie liebt mich trotz allem -
mein Gott, war ich blau!